Sozialhilfe

Asylsuchende

Gemäss § 53 des Sozialhilfegesetzes (SHG: Nr. 892) gewährt der Kanton Asylsuchenden persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe, wobei die Unterstützung in der Regel in Form von Sachleistungen erfolgt. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen. Der Unterstützungsansatz liegt unter demjenigen der einheimischen Bevölkerung (Art. 82 Abs. 3 AsylG).

Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene

Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene haben Anspruch auf ordentliche Sozialhilfe. Gemäss § 53 f. des Sozialhilfegesetzes gewährt der Kanton vorläufig aufgenommenen Personen und anerkannten Flüchtlingen, die sich noch nicht zehn Jahre in der Schweiz aufhalten, persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe. Die wirtschaftliche und persönliche Sozialhilfe für alle Personen dieser Gruppe im Kanton Luzern wird von der Abteilung Sozialdienst der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen sichergestellt.

Die Gruppe der anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen soll in ihrer beruflichen, sozialen und kulturellen Integration gefördert werden. Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen hat die Aufgabe der beruflichen Integration mittels Leistungsvereinbarung an das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) Zentralschweiz  delegiert.

Halten sich vorläufig aufgenommene Personen oder Flüchtlinge seit mehr als zehn Jahren in der Schweiz auf, ist die Einwohnergemeinde für die persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe zuständig. Der Ablauf der Dossierübergaben und die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen sind in einem Merkblatt zusammengefasst. Der Kanton ersetzt den Gemeinden die Kosten der wirtschaftlichen Sozialhilfe für diejenigen Personen, die sich noch nicht zehn Jahre in der Schweiz aufhalten.